Steglich
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Man hat oft gesagt, Proust sei schwer zu lesen. Vielleicht liegt diese Schwierigkeit gerade darin, dass er es wagt, uns beim Lesen nicht zu unterhalten, sondern zu beunruhigen – uns an jene Schwellen zu führen, an denen das Gewöhnliche seine Selbstverständlichkeit verliert. Ein Geruch, ein Sonnenreflex auf einer Mauer, eine flüchtige Geste: Alles kann sich
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„Wie Proust seine Lebensgeschichte mit dem Erwachen beginnt, so muß jede Geschichtsschreibung mit dem Erwachen beginnen, ja sie darf eigentlich von nichts anderm handeln. So handelt diese vom Erwachen aus dem neunzehnten Jahrhundert.“ (PW580) Dieses dialektische Bild ist nicht nur ein Hinweis auf die intendierte methodische Vorgehensweise im Passagenprojekt, sondern macht vor allem auch deutlich,